Kick-off Veranstaltung in Freiburg am 7. Mai 2010

Regierungspräsident Julian Würtenberger startet neues INTERREG-Projekt „Certi-Rhin“

Grenzüberschreitendes Netzwerk der beruflichen Ausbildung benachteiligter Personenkreise

Regierungspräsident Julian Würtenberger hat mit einem Festakt im Regierungs-präsidium Freiburg den Startschuss für das INTERREG-Projekt „Certi-Rhin“ gegeben. Ziel des Projekts sei es, so der Regierungspräsident in seiner Ansprache, die Entwicklung eines grenzüberschreitenden Netzwerks für die Ausbildung benachteiligter Personenkreise (bspw. Behinderte, Arbeitssuchende oder Langzeitarbeitssuchende) in den Bereichen Landwirtschaft, Gartenbau und Hauswirtschaft im ländlichen Raum zu erleichtern. Das Netzwerk solle sowohl Behörden, die für die Ausbildung und deren Zertifizierung verantwortlich sind, als auch Bildungszentren, die die passenden Ausbildungen konzipieren und durchführen, umfassen.
Das Netzwerk soll sicherstellen, dass die Durchführung von gemeinsamen zweisprachigen, beruflichen Ausbildungsprogrammen systematisch und nachhaltig etabliert werden kann. Darüber hinaus soll auch der Einsatz von Ausbildern und Lehrern der jeweiligen Nachbarländer in grenzüberschreitenden Ausbildungen und die Durchführung von grenzüberschreitenden Teil- oder Vollzertifizierungsverfahren gewährleistet werden.
Das französische Landwirtschaftsministerium und das Regierungspräsidium Freiburg wollen damit benachteiligten Menschen den Zugang zu einem Abschluss oder Diplom langfristig ermöglichen und die mit dem Projekt in Gang gesetzte grenzüberschreitende Zusammenarbeit nachhaltig gewährleisten.
Projektträger ist die französischen Organisation Savoir et Compétences Formati-on (SCF), eine französische Organisation, die sich an Projekten zur Integration von benachteiligten Menschen (insbesondere Menschen mit Handicap) in Arbeitsmarkt und Gesellschaft beteiligt. Dem Projekt Certi-Rhin haben sich neben dem Träger dreizehn Partner angeschlossen. Der grenzüberschreitende Charakter des Projektes drückt sich dabei auch in der Herkunft dieser Beteiligten aus: Sechs Teilnehmer kommen aus Deutschland während die anderen sieben Akteure sowie der Projektträger aus Frankreich stammen. Sieben der dreizehn Organisationen beteiligen sich an der Finanzierung. Die übrigen sechs Projektbeteiligten bringen jeweils ihre Erfahrungen ein.

Eindrücke